Crossing the Freeway Performance


Termine 
Fr 27.09.19 19:00 Uhr
Sa 28.09.19 19:00 Uhr (Im Anschluss an die Vorstellun: TANZSCOUT-Nachbereitung „dance//think“ mit Amelie Mallmann)
So 29.09.19 17:00 Uhr


Beschreibung 
Die Natur, die einst den Menschen hervorgebracht hat, muss heute vor ihm geschützt werden. Nicht um ihretwillen, sondern weil der Mensch ohne sie nicht überleben kann. Aber mit dem Wachstum der Menschheit wächst beständig auch der Bedarf an Energie und Rohstoffen. Am meisten unter der ungebremsten Ausbeutung der Ressourcen leiden diejenigen Regionen, die nicht zu den Wohlstandszentren gehören. Dort verursacht die Ausbeutung nicht nur großflächige ökologische Verwüstungen, sondern auch immer brutaler werdende Verteilungs- und Vertreibungskriege. Beides führt zwangsläufig zu Fluchtbewegungen, ja, ganzen Völkerwanderungen. Die westliche Wohlstandsgemeinschaft lässt Krötentunnel unter ihren Autobahnen bauen, darüber Brücken für Wildtiere, auf dem Weg von A nach B: „Crossing the Freeway“, als letzter Ausweg für Tiere, den für sie mörderischen Bauwerken der hochindustrialisierten Zivilisation aus dem Weg zu gehen. Menschen indessen werden auch die letzten Wege versperrt.

In einer existentiellen, reduzierten Tanzsprache versucht der griechischstämmige Choreograf und Brennpunktschulen-Pädagoge Kosmas Kosmopoulos das Unmögliche: „Crossing the Freeway“, den Freeway zu überqueren. Freiheit ist immer die Freiheit der anderen – also derer, denen keine Hindernisse im Weg stehen?

„Crossing the Freeway“ ist das vierte Stück, das im Rahmen der griechisch-deutschen Produktionsgemeinschaft LUNA PARK entstanden ist. Wie auch für „Lessen to the Fourth", „CAPTURE & discard“ und „Mountains of Desire“ wird zu etwa gleichen Teilen in Athen und Berlin geprobt und so eine Verbindung zwischen den Tänzer*innen der beiden Szenen hergestellt. Die Berliner Proben finden in den Räumen der Gesundbrunnen-Grundschule im Stadtteil Wedding statt und werden an Workshops mit den Schüler*innen gekoppelt. Der Choreograf Kosmas Kosmopoulos versucht so, Schule als Kultur- und Begegnungsort zu öffnen und in den künstlerischen Alltag in zu integrieren. „Crossing the Freeway“ ist wie auch seine Vorgänger-Stücke vor dem Hintergrund dieser Erfahrung entstanden. Die Musik stammt wieder von Antonios Palaskas, griechischer Elektro-Pionier und Mitbegründer der Bands Stereo Nova und Supermarket. Als Grundlage seines narrativen, atmosphärischen Beats dient ihm dieses Mal eins der ersten Computerspiele, Pac-Man. Doch während Becketts „Try again. Fail again. Fail better.“ wie eine digitale Spielanleitung klingen mag, fragen sich die Tänzer*innen in „Crossing The Freeway“: Was, wenn es nur einen (letzten) Versuch gibt? Die Tage des Scheiterns scheinen gezählt.


Besetzung 
Performance: Angeliki Anargyrou, Lea Hoffmann, Maria Kandylaki, Nikoleta Koutitsa, Heun Min Kim, Nikos Evangelos Nikolaou, Elton Petri | Künstlerische Leitung, Konzept und Choreografie: Kosmas Kosmopoulos | Musik und Komposition: Antonios Palaskas | Ausstattung: Michael Graessner | Technische Leitung und Lichtdesign: Andreas Harder und Dimitrios Stamatis | Text und dramaturgische Beratung: Kai Pichmann | Produktionsleitung und Kommunikation: Michael Ludwig Tsouloukidse | Fotografie und Dokumentation: Giovanni Lo Curto und Gm Touliatou


Dauer
65 Minuten, ohne Pause


Ort
Uferstudios (Studio 14), Uferstraße 23 / Badstraße 41a, 13357 Berlin
Anfahrt über U8 Pankstraße, U9 Nauener Platz, S Gesundbrunnen


Ticketpreis 
15 € an der Abendkasse, 10 € im Vorverkauf und ermäßigt


Weitere Infos
Ticketreservierungen unter: [email protected]

Weitere Infos: www.uferstudios.com


Beteiligte Kunstschaffende

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