Ruben Reniers / rubarb dance&art

Ruben Reniers / rubarb dance & art

Ruben Reniers, geboren in Jakarta, wuchs in Rotterdam auf, wo er ein Bachelor- Studium
für Zeitgenössischen Tanz an der renommierten Hogeschool voor de Kunsten / CODARTS
absolvierte. Seine Karriere als Tänzer führte ihn als Ensemblemitglied an mehrere Theater in Deutschland. Prägend für seine künstlerische Weiterentwicklung war vor allem die langjährige Zusammenarbeit mit Amanda Miller / pretty ugly tanz köln, sowie zahlreiche Kollaborationen mit freischaffenden Choreographen. Seit 2009 geht Reniers seiner Faszination an Bewegung und Komposition durch die Kreation eigener choreographischen Arbeiten nach.

Seine künstlerischen Ideen setzt er dabei in drei verschiedenen Formaten mit jeweils
unterschiedlichen Schwerpunkte um: rubarb dance & art entstand in Kooperation mit der
Illustratorin Barbara Steinitz, und fokussiert auf das poetische Wechselspiel zwischen
energetischen, körperbetonten Bewegungen und der Zartheit der Papierkunst. Das von
Reniers mitbegründete Freiraum Ensemble gibt sich dem besonderen Reiz von Site-
Specific-Performances an außergewöhnlichen Orten hin, während die Produktionen von
Ruben Reniers sich durch ihren interdisziplinären Charakter auszeichnen, welcher durch
die Integration anderer Genres, in erster Linie aus dem Bereich der visuellen Kunst,
zustande kommt. Seinem Interesse am Medium Film/Video geht Reniers zudem in der Inszenierung von Tanzfilmen nach, so z.B. Ephemeral Rooms, welcher beim 25th Quinzena de Dança de Almada – International Dance Festival erstmals präsentiert werden wird. 2017 war Reniers als Choreograph für die Sprechtheater-Produktion Medea
am Schauspiel Dresden, unter Regie von Christina Rast eingebunden. Diese
erfolgreiche Kollaboration soll im Herbst 2017 ihre Fortsetzung in der Inszenierung Alice In Wonderland am Residenztheater München finden.

Reniers Choreographien sind generell von einem sowohl kraftvollen, virtuosen und dynamischen als auch zarten, differenzierten und intimen Bewegungsstil geprägt, und
fanden sowohl national, als auch international bereits große Beachtung. Reniers
Solo SimulacrumX beispielsweise wurde mit dem Fördernachwuchs- und dem Publikumspreis beim VI. Internationalen SoloDuo Tanzfestival NRW, 2015 ausgezeichnet.

rubarb dance & art
ist der Zusammenschluss des Choreografen und Tänzers Ruben Reniers und der Illustratorin und Papiertheaterkünstlerin Barbara Steinitz. Beide teilen das Interesse am Zusammentreffen verschiedener Künste.

Aus ihrer ersten Kooperation entwickelte sich die Choreografie "Tweelicht", die im Jahr 2002 am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken entstand. Diese künstlerische Zusammenarbeit hat sich in den letzten Jahren intensiviert. So kam im Jahr 2008 die Choreografie "Sketches for a dream" im Theater Arkadas in Köln zur Aufführung. Dieses Quartett für drei Tänzer und eine Zeichnerin entstand zusammen mit der Tanzcompany pretty ugly tanz köln. In der Vorstellung "In between us" schuf das Aufeinandertreffen von Tanz und Zeichnung eine einzigartige Symbiose (Theater Orangerie in Köln, Tanzhaus Köln Interim, ART FAIR/TA.PE 21, DOCK11 Berlin und Festival Salon-K in Berlin).
2014 tourten die beiden Künstler mit Unterstützung des Goethe-Instituts und des Erasmus Huis (NL) durch Indonesien und gaben dort erfolgreich Workshops und Vorstellungen.

Ihre letzte Tanzproduktion "schrittweise" feierte am 4. Februar 2016 im DOCK11 in Berlin Premiere.

Die Zusammenarbeit entsprang dem Wunsch, ein Ensemble zu gründen, dessen Hauptinteresse die künstlerische Auseinandersetzung mit verschiedenen Kunstformen auf der Bühne ist. Denn dort, wo sich die Künste überschneiden, findet sich eine reiche Quelle der Inspiration.

Sparten: Tanztheater Bildende Künste