MESUT ALI & Oriental Connection

Balkan Beats meet Jazz
Line-Up:
Mesut Ali – Schlagzeug
Fuasi Abdul Khaliq – Sax
Jan von Klewitz – Sax
Mustafa Sarisin – Bass
Ulli Bartel – Geige
Viviann Incoronta – Bauchtanz, Bellyjazz

Der türkische Komponist, Schlagzeuger und Bandleader gründete 1989 Oriental Connection in Berlin und pendelt seitdem zwischen Berlin, Paris und Athen und ist schnell zu einem festen Begriff in der internationalen Jazzszene geworden. Spannende, abwechslungsreiche Jazz-Improvisationen sind sein Markenzeichen.
Er geht den künstlerischen Weg der Völkerverständigung mit Musikern aus verschiedenen Ländern, Kontinenten, Kulturkreisen und überwindet Grenzen im musikalischen Dialog.
Auftritte hatte Mesut Ali in unterschiedlichen Besetzungen auf Festivals und Clubs quer durch Europa mit Okay Temiz, Gerd Dudek, Paul Brody, Felix Wahnschaffe, Peter Giger, Souleymane Touré u.v.a.
Orient trifft Okzident – Der kreative Brückenschlag zwischen europäischen, lateinamerikanischen und orientalischen Musiktraditionen, der sich immer wieder faszinierend anhört und ganz ungeahnte Dimensionen erreicht.
Die virtuosen Rhythmen treffen auf die Melodien des Balkans und verbinden sich mit jazzigen Improvisationen und traditionellen Melodien aus dem Karpatenbecken und dem Balkan.
Die Musik der hochkarätig international besetzten Gruppe basiert auf ungeraden Rhythmen wie 5/8, 7/8 oder 9/8 und exotischen Klangstrukturen, deren immense Vielfalt überrascht und das Publikum zum Tanzen anregt. Eine Art ausgerasteter Rubinstein, der auf einen Basar geraten ist.
Die Dramaturgie der Wahwah-Effekte, kantigen Funk-Riffs, blues-getränkten Saxofon-Soli nordamerikanischen Stils, sowie ruhige, leidenschaftliche Balladen hinterlassen den Eindruck, als gäbe es nichts, was besser zueinander passen würde.

Fuasi Abdul Khaliq
Der Jazz-Saxophonist, Komponist, Produzent und Kurator stammt aus Los Angeles, wo er mit 8 Jahren Flöte, Klarinette und Saxophon lernte und erhielt seinen B.A. in Soziologie und Musik am Whitman College in Walla Walla, Washington. Im Anschluss daran, studierte er Komposition, Arranging und Performance in der renommierten U.G.M.A.A. Foundation (Union of God’s Musicians and Artist Ascension) in Los Angeles, gemeinsam mit dem Jazzpianisten Horace Tapscott und dem Pan African Peoples Arkestra (P.A.P.A.). Daraus folgten US-weite Auftritte mit Größen wie Walter Bishop Jr., Arto Tuncboyaciyan, Arthur Blythe, Winard Harper, Ed Blackwell, Joe Bowie, Hal Singer, Sugar Blue, Nedra Wheeler, Abdu Salim, Dick de Graaf, Abraham Burton und anderen. Seit 1992 lebt in Berlin und tourte durch die ganze Welt. Er ist bekannt für einen Sound, der Jazz mit Einflüssen aus Blues, Funk, Swing und afrikanischer Musikstile der Yoruba, Bantu, Ewe-Fon und Madinka vermittelt.

Jan von Klewitz
studierte an der Hochschule für Musik Köln. Zusammenarbeit mit Albert Mangelsdorff, im Berlin Contemporary Jazzorchester mit Alexander von Schlippenbach, Evan Parker, Aki Takase und Ernst-Ludwig Petrowsky. Auch spielte er im Doppelquartett Double Dose mit Conny & Matthias Bauer sowie im Quartett Gossip, bei Heinz Sauer und Nesin Howhannesijan. Es folgten zahlreiche Filmmusikproduktionen mit Wolfgang Dauner, Stefan Lottermann, John Schröder, Steve Argüelles, Rudi Neuwirth, Michel Godard, Bob Degen und Christopher Dell. Er trat auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals auf und war mit Yakou Tribe auf Afrika-Tournee. 2007 spielte er mit Christian von Kaphengsts Quartett Cafe du Sport in Indien und Pakistan.

Mustafa Sarisin
1974 war er u.a. als Gitarrist Teil der legendären türkisch-anatolische Rockband Kurtalan Ekspres, eine der ersten türkischen Bands, die verstanden moderne und orientalischen Sound miteinander zu vermischen und ging 1974 auf Welttournee. Gegründet wurde die Gruppe 1971 vom bekannten türkische Sänger Barış Manço. Heute ist er Orchesterleiter von „Rap Die Segel“ – Das HipHop-Jugendorchester der Sprühlinge & dem Arbeitskreis Urbane Kunst und Kultur Deutschland.

Ulli Bartel
studierte am Berklee College of Music Boston und unterrichtet heute beim JIB (Jazz Intitut Berlin), div. Musikschulen Berlins und produziert Filmmusik. Zusammenarbeit mit Allan Praskin, Herb Geller, Gerry Brown, Butch Morris, Bob Mover, Bill Elgart, Bob Degen, Pierre Boussaguet, John Schröder, Sigi Busch, Carlos Bica, Heinrich Köbberling, Dorado Schmitt, Marc Abrams, Frank Möbus, Ed Schuller, Michael Rodach, Walter Gauchel, Kosta Lukacs, Sirone, Dotschy Reinhardt, Tobias Langguth, Michael Rodach, Ekkehard Wölk, Feigeli Prisor u.a.

Viviann Incoronta
ist Tänzerin und Choreografin für zeitgenössischen Bauchtanz. Ihre Bewegungsforschung zielt mit einem offenen, performativen und postkolonialen Fokus auf die Körperbilder im Bauchtanz. Ihr zeitgenössischer Ansatz spielt tänzerisch mit der Dichotomie von artifiziell und traditionell, von Selbstbestimmung und Kontrolle. In ihrer künstlerischen Arbeit sucht sie nach Möglichkeiten, Räume zu schaffen, in denen der Tanz öffentlich reflektiert wird und der Bauchtanz aus dem Zustand der Vergleichbarkeit gelöst werden kann. Durch unkonventionelle Performances und Kostüme möchte sie den externen, als auch den internen Blick auf den Körper der Bauchtänzer*innen umlenken und somit eine neue Form der Ästhetik schaffen. Reziprok kann diese Umleitung Einfluss auf den Bewegungsausdruck nehmen. Es geht ihr daher nicht nur um eine Veränderung der Wahrnehmung, sondern des Zustandes.

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