Haben und Brauchen – Offener Brief zur geplanten City Tax in Berlin

Sehr geehrter Klaus Wowereit,

wie in vielen anderen Städten soll auch in Berlin die sogenannte City Tax eingeführt werden: die Besteuerung privater Übernachtungen in Höhe von ca. 5% des Hotelpreises. Drei Viertel aller Touristen geben an, aufgrund des Kulturangebots in die Stadt zu kommen. Seit Aufkommen der Idee einer Berliner City Tax steht deshalb die Forderung im Raum, den Großteil der Mehreinnahmen in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages dem Kulturbereich und darin vor allem der dramatisch unterfinanzierten freien Szene[1] zuzuführen. Die Argumentation lautet, dass die freien Kulturschaffenden, unabhängigen Projekträume und Spielstätten maßgeblich zum Image Berlins als vielfältiger und innovativer Kunstmetropole beitragen.

PolitikerInnen von SPD, CDU, Grünen und Linke haben sich für die Verwendung der geplanten City Tax für die Kultur ausgesprochen. Der konkrete Gesetzesentwurf wird aktuell senatsintern diskutiert. Die Entscheidung, welchem Bereich die zusätzlichen Steuereinnahmen zufließen – Steuern können an sich nicht zweckgebunden erhoben werden –, trifft das Abgeordnetenhaus und ist somit Gegenstand politischer Willensbildung.

Mit dem Zehn-Punkte-Programm der Koalition der Freien Szene[2], die 50% der Einnahmen aus der City Tax für „eine angemessene und nachhaltige Förderpolitik für freischaffende KünstlerInnen und KulturproduzentInnen“ fordert, liegt seit Ende letzten Jahres ein Konzept für die Verwendung der zusätzlichen Mittel vor.[3] Das Papier beinhaltet u.a. neue Projekt- und Produktionsfonds für die freie Kunst-, Musik- und Theaterszene, verbindliche Ausstellungshonorare und den Erhalt der bezirklichen Kulturförderung.

Obwohl die Einführung der City Tax in der Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und CDU für den 1. Januar 2013 angekündigt[4] und erst unlängst auf frühestens 2014 verschoben wurde, hat sich die Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten das Projekt bisher weder aktiv und sichtbar zu eigen gemacht noch ein Konzept zur möglichen Nutzung der Einnahmen entwickelt. Die Kulturverwaltung steht jedoch seit kurzem diesbezüglich im Dialog mit VertreterInnen der Koalition der Freien Szene und des Rats für die Künste[5].

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Berlins Kultur: Großbaustelle mit schlechter Prognose- Der Rat für die Künste fordert Kurskorrektur im Haushalt 2014/15

2030 ist es vorbei mit Berlins regen Kulturleben. So will es ein Regierungspapier: Im
Stadtentwicklungskonzept „Berlin 2030“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und
Umweltschutz kommt der Bereich Kultur nicht vor. Das Konzeptpapier bringt auf den Punkt, was Sache ist: Für Berlins Kultur gibt es derzeit keinen Plan. Weiterlesen

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Künstlersozialkasse: Aus Mangel an Kontrolle

Weil sich zahlreiche Unternehmen und Verlage um die Abgabe für die Künstlersozialkasse (KSK) drücken, drohen der KSK Einnahmen von 40 bis 50 Millionen Euro pro Jahr zu entgehen. Das gesamte System – und damit die Altersversorgung der freien Journalisten – steht auf dem Spiel. Eine Gesetzesänderung soll jetzt Abhilfe schaffen. Weiterlesen

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Info des Projektbüro Kreativquarier Südliche Friedrichstadt: Mitinvestoren für innovatives Kultur/Gewerbe Neubauprojekt gesucht

Deutschlands erste Kultur/Gewerbe-Baugruppe sucht weitere Mitglieder für das Neubauprojekt FRIZZ23 zwischen Friedrichstaße und Jüdischem Museum. Weiterlesen

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Open Call_New Media Art Residency by Medea Electronique in Koumaria 2013 (Oct 24th – 4th of Nov-2013)

Since 2009 the Athen’s based artist collective Medea Electronique has organized annually a 10-day experimental artist residency, held at an organic olive-oil farm outside a small village near Sparta in Greece.

Focusing on improvisation and new media practices, avant-garde artists from all over the world, inspired by the Greek natural landscape, come together in a multicultural and cross-media ‘dialogue’ culminating in the creation of artworks that bear the hallmarks of both improvisatory practices and collective intent.

More Information, check EN Koumaria Residency Open Call 2013
Deadline July 15th 2013

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Pressemitteilung des bbk berlin: Das Kuchenkommando in der Kulturverwaltung

In der Berliner Senatskulturverwaltung in der Brunnenstraße trafen sich heute ungefähr 80 Künstlerinnen und Künstler. Anlass war, bei einem halben Stück Kuchen mit der Kulturverwaltung über eine gerechte Verteilung der Mittel im Berliner Kulturhaushalt zu sprechen. Weiterlesen

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Arm in einer reichen Stadt

Wo jeder reich ist, geht Armut unter – Luxuskaufhäuser, Autokonzerne und Werbeplakate sind perfekte Scheuklappen. Betroffene sehen die Stadt mit anderen Augen. Auch, weil sie selbst oft übersehen werden. In Stuttgart sind mehr als 90 000 Menschen armutsgefährdet. Alexandra Mahnke ist arm, und schuld ist ihre große Liebe – die Kunst. Weiterlesen

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Atelierhaus Prenzlauer Promenade bedroht

Toll sieht es nicht aus, das Atelierhaus an der Prenzlauer Promenade 149-152. Das ist  ohnehin keine „hippe“ Gegend zwischen Weißensee und Pankow Weiterlesen

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Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft sucht Konzepte für neue Kunstprojekte für Förderpreis: faktor kunst 2013- Soziale Prozesse im Freiraum der Kunst

Die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft lobt ihren Förderpreis „faktor kunst 2013“  zum Thema „Jeder Fünfte. Armut in der Stadt“ aus. Ausschlaggebend für diese Themensetzung war die Auseinandersetzung mit der vielschichtigen Problematik von Armut in Familien und deren weitreichenden Folgen für Kinder und Jugendliche.

Mit der jährlichen Auslobung dieses Preises will die Stiftung soziale Verantwortung, kulturelle Förderung und Wertschätzung für das gesellschaftliche Engagement von Kulturschaffenden verbinden. Sie versteht sich als Plattform für einen breit angelegten Austausch und entwickelt Veranstaltungsformate, die das Auslobungsthema flankieren und einen interdisziplinären Dialog ermöglichen.

Für die Realisierung eines Kunstprojektes mit Veränderungspotential, das echte Teilhabe ermöglicht, impulsgebend und auf Nachhaltigkeit angelegt ist, steht eine Fördersumme bis zu 200.000 € zur Verfügung.

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Für das Performing Arts Programm (PAP) des LAFT Berlin suchen wir zum Ausbau unseres Teams zum nächst möglichen Zeitpunkt weitere Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter.

Das PAP Berlin wird von 2013 bis einschließlich 2015 sieben Infrastruktur-, Marketing- und Qualifizierungs-Module für die Freien Darstellenden Künste Berlins aufbauen und betreiben. Weiterlesen

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