Heiko Maas und der Algorithmen-TÜV

Der Justizminister fordert, dass Algorithmen transparenter werden müssen. Ist sein Vorhaben wirklich so „irre“, wie viele kritisieren? Weiterlesen

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„Hören wir auf, der Arbeit hinterher zu rennen…“

Arbeit für alle zu schaffen, ist ein wichtiges Ziel. Das schaffen wir aber nur, wenn wir die Rahmenbedingungen für die unbezahlte Arbeit verbessern, statt immer bloß der bezahlten hinterher zu rennen.

Die Arbeit geht uns nicht aus, aber zumindest die bezahlte Arbeit macht sich rar. Mit der Folge, dass der Sesseltanz um die Arbeit schon bald mehr Ressourcen verschlingt als die (produktive) Arbeit selbst. Ein Beispiel: Wie die Neue Züricher Zeitung berichtet, haben sich neulich in Italien 85.000 Bewerber um 30 Stellen bei der Banca d’Italia beworben. Davon wurden die 8.140 mit den besten Curricula (mindestens Uni-Abschluss) zu einer schriftlichen Prüfung (Concorso) eingeladen, auf die sie sich im Schnitt 5 Monate lange vorbereitet haben. Nach derselben Quelle sollen sich 8.063 Interessenten für 10 Pflegerstellen in einer Mailländer Poliklinik beworben haben…

Um am Beispiel der Banca d’Italia einmal kurz die Proportionen aufzuzeigen: Wenn die 30 ausgewählten im Schnitt 15 Jahre in ihrem Job bleiben, läppert sich das zu rund 0,85 Millionen Arbeitsstunden zusammen. Wenn die 84.700 Bewerber im Schnitt 2 und die 8.140 Teilnehmer am Concorso auf nur 50 Arbeitsstunden für die Bewerbung, Vorbereitung, Reise etc. aufwenden, sind das schon mal rund 0,6 Millionen Arbeitsstunden. Dabei sind die weiteren Stufen des Ausscheidungsrennens und die bezahlte Arbeit, die beim Arbeitgeber anfällt, noch nicht eingerechnet. Es kommt dazu, dass die 30 Glücklichen den Job – bei dem es laut NZZ unter anderem darum geht, Automaten mit gebrauchten Noten zu füttern – nur dank einer exzellenten und zeitraubenden Ausbildung erhalten haben. Unter dem Strich kommt man schnell mal pro bezahlte Arbeitsstunde auf eine Stunde unbezahlter Vorbereitung.

Das ist grotesk, aber das ist noch nicht alles. Denn dazu kommen noch die psychologischen Kosten. Ein Dossier auf einem Stapel von zehntausenden zu sein, ist hart. Auf engstem Raum neben tausenden Mitbewerbern zu sitzen und knifflige Frage zu lösen, braucht Nerven. Zum zweiten, dritten oder siebten Mal abgelehnt zu werden, kann auch bei robusten Naturen zum Stoff von Albträumen werden. Wenn das so weiter geht, geht eine ganze Generation vor die Hunde. Es muss dringend etwas geschehen. Weiterlesen

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Grundeinkommen: Modell mit Tücken

Der deutsche Sozialstaat steht vor großen Problemen. Eine Lösung dafür könnte das bedingungslose Grundeinkommen sein. Erste Erfahrungen deuten in diese Richtung. Doch es gilt noch etliche kritische Fragen zu klären. Weiterlesen

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Kulturkampf in Potsdam

Ungelöste Konflikte um Stadtentwicklung – Versammlung vor Fachhochschule ausgerufen. Weiterlesen

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Offenes WLAN: Bundestag erkennt Freifunker nicht als gemeinnützig an

Anträge vom Bundesrat und der Grünen, mit denen Freifunk-Initiativen als gemeinnützig anerkannt werden sollten, sind im Bundestag gescheitert. Die CDU/CSU-Fraktion stellte sich quer, die SPD verspricht einen neuen Anlauf. Weiterlesen

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In der *Fächergruppe exMedia* ist zum Wintersemester 2017/2018 die Stelle einer / eines künstlerischen / *wissenschaftlichen Mitarbeiterin / Mitarbeiters (50%) mit dem Schwerpunkt „*Ästhetik und neue Technologien*“ zu besetzen.

Gesucht wird ein/e Künstler/in, Informatiker/in oder Gestalter/inder/die in der Lage ist, sich kritisch und kreativ mit Code und derkulturellen Bedeutung von Software in der Gesellschaft auseinander zusetzen. Programmierung/Code sollte integraler Bestandteil der eigenenkünstlerischen und gestalterischen Praxis sein. ExemplarischeArbeitsfelder sind Games/Game Modifikationen, Hacktivism, generativeSysteme, Virtual und Augmented Reality und Creative Technologies.  Weiterlesen

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+++ Pressemitteilung Klangwerkstatt Berlin 2017 +++ Drohendes Aus für die Klangwerkstatt Berlin

Die Klangwerkstatt Berlin muss in diesem Jahr erstmals abgesagt werden. Das seit 28 Jahren bestehende Festival für zeitgenössische Musik erhält für die diesjährige Festivalausgabe keine Förderung. Dies gefährdet nicht nur die Nachwuchsförderung im Bereich der zeitgenössischen Musik, auch vielfältige, bereits begonnene Projekte und Uraufführungen namhafter Komponist*innen und Ensembles können nicht realisiert werden. Der Ausfall bedroht die Basis und den gesamten Fortbestand des Festivals. Weiterlesen

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Stoppt die Pläne der VG Bild-Kunst!

Wurde bis einschließlich 2015 das Geld, das die Verwertungsgesellschaft Bild Kunst für die „Privatkopie digital“ erhalten hat, anhand von Meldungen der Urheber für Veröffentlichungen im Internet verteilt, soll das Geld ab 2016, unabhängig von tatsächlichen Veröffentlichungen im Internet, verteilt werden. Dafür hat die Berufsgruppenversammlung mit Unterstützung des BBK Bundesverbandes, der Gedok, des Deutschen Künstlerbundes und Verdi folgendes neues Verteilungsschema entwickelt: Weiterlesen

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Zusatzrenten bis 202 Euro bei Grundsicherung anrechnungsfrei

Freiwillige Altersvorsorge soll sich in jedem Fall lohnen. Wer eine kleine Rente bezieht und daneben Grundsicherung, für den bleiben freiwillige Zusatzrenten künftig bis 202 Euro anrechnungsfrei. Das gilt für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie bei der ergänzenden Hilfe zum Lebensunterhalt in der Kriegsopferfürsorge. Diese Neuregelung stelle einen „historischen“ Schritt dar und beinhalte wesentliche Verbesserungen, unterstrich die Ministerin. Damit verbunden sei das Ziel, die Betriebsrente auch bei Beschäftigten mit niedrigem Einkommen zu verbreiten. Weiterlesen

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Neue Verteilungsregeln bei GEMA VG WORT

Die Gerichte haben den gültigen Schlüssel, wie er von GEMA und VG Wort festgelegt wurde, rückwirkend von 2012 bis 2015 für die Verteilung der Tantiemen zwischen Verlagen und Urhebern aufgehoben. Je nach Vertrag und/oder Zufriedenheit mit der Leistung des Verlages kann die Autorin auf die Nachforderung verzichten. Weiterlesen

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