Cultural Commons Collecting Society- eine Möglichkeit für diejenigen UrheberInnen, deren Anliegen nicht von der GEMA nicht vertreten wird

Hier zu schreibt C3S:
„Die C3S wird einen neuen, internationalen und vorwiegend am Online-Segment orientierten Markt öffnen. Sie richtet sich an MusikerInnen, die traditionellen Verwertungsgesellschaften nicht beitreten möchten oder können, ohne ihren bevorzugten Weg der Lizenzierung aufzugeben und dennoch Umsätze mit ihren Werken erzielen möchten. Auf längere Sicht beabsichtigt die C3S, Niederlassungen in allen europäischen Ländern anzubieten, um ein einheitliches Lizenzierungsmodell regional übergreifend etablieren zu können.

Die kostenlose Weitergabe von Werken zu nicht-kommerziellen Zwecken wird von der C3S unterstützt werden, kann jedoch eingeschränkt sein durch die Intention der Urheberin bzw. des Urhebers und der von ihr oder ihm gewählten Lizenz.“

„Der Umstand, dass digitale Güter ihrer Natur nach jederzeit, jedenorts und in jeder Anzahl beliebig verfügbar sein können, bringt für alle Beteiligten viele Vorteile, aber auch einige Probleme. Geschäftsmodelle, die auf dem Prinzip von Exklusivität, begrenzter Verfügbarkeit und Bereitstellung von (teuren) Ressourcen beruhen funktionieren in der digitalen Welt nicht oder zumindest komplett anders.

Speziell für den Bereich der Musik bringt dies Herausforderungen mit sich, denen man sich stellen muss. Das gilt für alle Bereiche in diesem Arbeitsfeld: Komposition, Herstellung, Bearbeitung, Vertrieb, Promotion, Aufführung. Sich selbst vermarktende Künstler, Direktvertriebe, bis hin zu neuen Finanzierungsmodellen wie Crowdfunding, aber auch neue Aufführungsmöglichkeiten, über Audio- wie Videostreaming, jederzeit, überall, ungefilterte Kommunikation zwischen Künstlerin oder Künstler und Fans, die nicht mehr nur reine “Konsumenten” und “Konsumentinnen”sind, treffen da sehr schnell auf Vorstellungen bis hin zu konkreten vertraglichen Rahmenbedingungen, die von gänzlich anderen Voraussetzungen der Lebensrealität heutiger Urheberinnen und Urheber ausgehen.

Diese Bedingungen und Geschäftsmodelle funktionieren nicht mehr pauschal für alle, sondern nur noch für ganz bestimmte Sparten und/oder Nischen. Die C3S sieht sich deshalb auch explizit nicht als Konkurrenz zum GEMA-Modell, sondern als Angebot für die vielen Urheber und Urheberinnen, denen das GEMA-Modell nicht (mehr) gerecht wird.“

Mehr Info: https://www.c3s.cc/

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