Keine Entwarnung- Transatlantischer Freihandel: Warum der Kampf um die »kulturelle Ausnahme« weiter geführt werden muß

Ein breitschultriger US-Kavallerist steigt in voller Uniform und mit dem Gewehr in den Händen über einen am Boden liegenden Kameraden hinweg. Er tritt mit seinen Stiefeln die Tür eines Hauses ein und scheint dazu aufgelegt, mit seinen Gegnern kurzen Prozeß zu machen. Schon dieses Szenenfoto aus dem Film Rio Grande, das den Schauspieler John Wayne, wie aus vielen Hollywoodproduktionen gewohnt, als durchsetzungsstarkes Rauhbein zeigt, wird die Herzen der Westernfreunde unter den Lesern der Süddeutschen Zeitung einen Augenblick lang höher geschlagen haben lassen. Doch der Feuilletonbeitrag vom 12. Juni 2013 weckte womöglich falsche Erwartungen. Denn das, was unter der Überschrift »Rauchzeichen aus dem Reservat« dort zu lesen stand, hat mit dem in unzähligen Produkten der Unterhaltungsindustrie ausgeschlachteten Konflikt der expandierenden Kolonialmacht USA mit den amerikanischen Ureinwohnern nur im übertragenen Sinne zu tun. Die Unterzeile des umfänglichen Artikels fragt: »Warum inszenieren sich Europas Künstler politisch als bedrohte Indianer?« und auch die Bildunterschrift verbleibt auf der metaphorischen Ebene: »Europas Künstler fühlen sich oft wie Apachen, denen John Wayne auf die Pelle rückt.«

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Literaturpreis von ver.di

Bereits zum zehnten Mal wird der ver.di Literaturpreis Berlin-Brandenburg ausgeschrieben, in diesem Jahr für Belletristik. Eingereicht werden können veröffentlichte Werke zeitgenössischer deutschsprachiger Literatur in Buchform, die innerhalb der letzten drei Jahre erschienen sind (Erstauflage) und die nicht durch die Autorin/den Autor (mit)finanziert wurden. Weiterlesen

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Premiere im Tarifgeschäft: Filmschaffende erhalten Erlösbeteiligung an Kinofilmen

ver.di und der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) haben mit der Produzentenallianz eine grundlegend neue Vereinbarung für die etwa 25.000 Filmschaffenden in Deutschland abgeschlossen. Weiterlesen

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Sprengungsparty, I like

Humboldtforum. Am 12. Juni 2013 wurde der Grundstein für das Berliner Stadtschloss gelegt. Einen Tag später präsentiert Marion „Rigoletti“ Pfaus hier exklusiv ihre Pläne für den Rückbau. Weiterlesen

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SPD will Eigenständigkeit des Kultur- und Mediensektors bei Verhandlungen zu transatlantischem Handelsabkommen stärken

Europa/Antrag – 06.06.2013

Berlin: (hib/AS) Die SPD begrüßt die Einrichtung eines Handelsabkommens zwischen den USA, der EU und den europäischen Mitgliedstaaten. Audiovisuelle und kulturelle Dienstleistungen sollen dabei jedoch ausgenommen werden. In einem Antrag (17/13732) begründen die Abgeordneten dies damit, dass diese Dienstleistungen nicht nur Wirtschafts-, sondern auch Kulturgüter seien, die die Identität eines jeden einzelnen Mitgliedstaates widerspiegeln würden. Die Sozialdemokraten kritisieren, dass sich der bisherige Mandatsentwurf allein auf die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) stütze. Dabei würde nicht berücksichtigt werden, dass mit der Unterzeichnung des UNESCO-Abkommens über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen bereits entsprechende Verpflichtungen eingegangen worden seien. Es bestünde daher die Gefahr, dass Verpflichtungen aus beiden Verträgen miteinander kollidieren würden und dass der europäische Konsens, Kulturgüter nicht allein der Macht des Marktes zu überlassen, nicht ausreichend berücksichtigt werden würde.

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Petitionen zur Erhalt von Kultur anderswo

Petition „5 vor 12“ in Sachsen Anhalt gegen geplante Budget-Kürzungen der Landesregierung und kulturellen Kahlschlag auf ganzer Linie.

Petition „1 Million für 6 Millionen“ in Hessen fordert 1 Million für 6 Millionen – angemessene Landesmittel für die freien Darstellenden Künste.

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Acker´Festival 2013 – festival for performing arts

Mit dem Acker´Festival des Ackerstadtpalast findet vom 20.-22. September 2013 ein Festival für performative Künste in Berlin Mitte statt, das sich dem Neubeginn, dem Unfertigen und dem Reiz brachliegender Flächen widmet. Das Festival möchte jungen, noch nicht etablierten TänzerInnen, PerformerInnen und bildenden KünstlerInnen die Möglichkeit bieten, diese Nutzfläche umzugraben, bestehende Ansichten umzuschichten und vertraute Szenen umwälzen. Weiterlesen

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Das Jazzduo zahlt, Ronaldo nicht: Der deutsche Fiskus schont internationale Fußballstars

Top-Fußballer wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi oder Wayne Rooney zahlen bei Spielen in Deutschland mit ihren Mannschaften keine Steuern. So will es das Bundesfinanzministerium. Der Erlass gilt für Spiele aller Mannschaftssportarten im Rahmen europäischer Vereinswettbewerbe. Weiterlesen

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Keine Alten mehr

Sozialgeschichte von unten: Zwei Künstler erforschen ihr Haus im ­gentrifizierten Berlin-Prenzlauer Berg Weiterlesen

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Aufruf: Europa geht anders

Demokratie und Soziale Sicherheit in Europa statt weiterer Sozialabbau durch „Wettbewerbspakt“!

Europa kommt nicht aus der Krise. Die Menschen in Europa befinden sich in der Mitte eines verlorenen Jahrzehnts. Mit jedem Jahr seit Krisenbeginn verschlechtern sich die Nachrichten. Die Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union erreicht Rekordniveaus: 26 Millionen Menschen haben keinen Arbeitsplatz, rund 10 Millionen mehr als vor der Finanzkrise. Monat für Monat steigt die Zahl der Erwerbslosen um fast 200.000. In Spanien und Griechenland beträgt die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen bereits fast 60 Prozent. In den meisten Ländern sinken seit Jahren die Reallöhne. In Zahlen lässt sich das damit verbundene menschliche Elend nicht fassen: In Athen sind hunderttausende Menschen auf Suppenküchen angewiesen, in Spanien kommt es trotz leerstehender Wohnungen zu massenhaften Zwangsräumungen. Heizen können sich viele Menschen im Winter nicht mehr leisten. Das sind Verhältnisse, die in Europa als längst überwunden galten!

Die Krise, die Europa erfasst hat, kam nicht überraschend. Sie ist das Ergebnis einer neoliberalen Politik, die auf den Wettbewerb der Staaten, Marktgläubigkeit und eine weitgehend unregulierte Finanzindustrie setzte. Das Vertrauen auf die Überlegenheit der Märkte hat sich als kolossaler Irrtum erwiesen. Die kontinuierliche Umverteilung von unten nach oben hat in eine Sackgasse geführt. Angewachsen sind riesige Privatvermögen einerseits und (Einkommens-)Armut, ungesicherte Arbeitsverhältnisse, Ausbeutung und wachsende Arbeitslosigkeit auf der anderen Seite.

Die wachsende Ungleichheit und ruinöse Sparpolitik beeinflussen auch die Geschlechterverhältnisse. Kürzungen und Abbau bei öffentlichen Leistungen und Einrichtungen wie Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung, Pflege, öffentlicher Verkehr oder Unterstützungen für Menschen mit wenig Einkommen treffen Frauen härter, weil sie ohnehin schon wirtschaftlich schlechter gestellt sind als Männer. Wird der Wohlfahrtsstaat zurückgedrängt, ist auch die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen betroffen. Der Abbau des Sozialstaates ist ein Rückschritt für Geschlechtergerechtigkeit und ein Abbau von Frauenrechten. Weiterlesen

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